Praxis für Ergo- und Handtherapie Ilona Gorisch
Inh. Ilona Sperber
Kreuzbergweg 2
95676 Wiesau

Tel.: 09634 / 755001
Fax: 09634 / 755002
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Behandlungsablauf

Wie eine ergotherapeutische Behandlungssequenz in meiner Praxis ausschauen kann, möchten ich Ihnen anhand des Therapiekindes “Max” darstellen. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass es Ihnen nur einen Eindruck vermitteln soll, wie eine ergotherapeutische Behandlung in meiner Praxis ablaufen kann. Je nach Stärken und Schwierigkeiten und die Persönlichkeit des Kindes muss der Therapieablauf natürlich individuell gestaltet und angepasst werden.

Im Kindergarten

Die Mutter von Max wird von der Erzieherin im Kindergarten darauf angesprochen, dass Max noch Schwierigkeiten bei feinmotorischen Spielen, beim Ausschneiden und beim Malen hat. Außerdem ist er in den Turnstunden recht ungeschickt und traut sich nicht auf die Sprossenwand klettern. Morgens im Stuhlkreis ist er sehr unruhig und kann sich nur schwer an die geltenden Regeln halten. Sie rät der Mutter zum Kinderarzt zu gehen und sich dort zwecks einer Ergotherapie zu erkundigen.

Telefonische Anmeldung

Die Mutter meldet ihren Sohn Max telefonisch zur Ergotherapie an.
Sie erzählt der Ergotherapeutin wo ihr Sohn Schwierigkeiten hätte, dass sie durch die Erzieherin darauf aufmerksam gemacht wurde und dass der Kinderarzt, der Meinung ist, dass aufgrund der bevorstehenden Einschulung was getan werden muss. Er habe ein Rezept über 10x Ergotherapie ausgestellt.

Erstgespräch

Zuerst findet ein Anamnesegespräch mit den Eltern statt. Hier werden beispielsweise Fragen gestellt wie:

  • Hat das Kind bisher andere Behandlungen bzw. Therapien bekommen?
  • Welche Stärken und Hobbys hat es?
  • Wo sehen sie die Schwierigkeiten ihres Kindes?
  • Schaukelt es gern? Fahrradfahren ohne Stützen?
  • Macht es gerne Bewegungsspiele?
  • Hat es Freunde?
  • usw.

Ergotherapie/Diagnostik

In der ersten Therapiestunde werden Max die Räumlichkeiten gezeigt, welche Spiele und Therapiegeräte vorhanden sind und welche Regeln gelten. Max darf erst mal alles ausprobieren und sich anschauen. In der ersten Stunde ist es wichtig, dass ein erstes Kennenlernen stattfindet und dass sich das Kind wohl fühlt, damit es gerne wiederkommt.

In den nächsten Ergotherapiestunden wird bei Max eine eingehende Diagnostik des Entwicklungsstandes durchgeführt. Dies geschieht über die freien Beobachtungen in der Therapiestunde und über verschiedene standardisierte Tests. Hierbei geht es nicht nur um die Feststellung der Defizite, sondern vor allem auch um Stärken und Fähigkeiten des Kindes. Die Diagnostik kann unterbrochen werden, wenn z.B. Max` Motivation nicht mehr ausreicht. Das ist ein Grund dafür, dass die Diagnostik meist nicht innerhalb 2-3 Therapiestunden geschehen kann.

Im Anschluss an die Diagnostik wird mit den Eltern und evtl. auch mit dem Kind ein individuell angepasster Therapieplan erstellt. Im Laufe der ersten 10 Behandlungen wird ein beratendes Elterngespräch durchgeführt und der behandelnde Arzt erhält einen Therapiebericht mit Ergebnisse der Diagnostik und Therapieplan.

Eine Therapiestunde könnte so ablaufen:

Max ist Pirat und muss verschiedene Stationen überwinden bis er mit seiner Schatzkiste auf seiner Insel gestrandet ist.

Beispiele:

  • über eine wacklige Brücke balancieren
  • von der Schaukel aus, was sein Piratenschiff ist, verschiedene Schätze (=Säckchen, gefüllt mit verschiedenen Materialien und auch mit Holzperlen) angeln
  • die Perlen, die er geangelt hat, auf eine Schnur auffädeln.
  • der Pirat kann sich dann die Perlenkette am Schluss umhängen